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Übersicht

Das Forschungsprojekt untersucht, wie sich die Lebensqualität von Menschen mit Demenz im häuslichen Kontext möglichst lange erhalten lässt. Dafür bedarf es neben professioneller Hilfe eines sorgenden Umfeldes. Dieses besteht nicht nur aus nächsten Angehörigen, sondern auch aus lebensweltlichen und zivilgesellschaftlichen, kommunalen und kirchlichen Akteuren. Solche Konstellationen werden unter dem Begriff Sorge-Figurationen mit Methoden der qualitativen Kulturforschung exemplarisch untersucht. Ziel ist es, Erkenntnisse über Ressourcen und Potenziale, aber auch über Probleme und Desiderate des alltäglichen Umgangs mit Demenz zu gewinnen. Das geschieht in zwei Schwerpunkten:

Alltagshandeln: Untersucht wird, wer und was dazu beiträgt, die Lebensqualität von Menschen mit Demenz, aber auch die Lebensqualität des sorgenden Umfeldes selbst zu erhalten.
Zivilgesellschaftliches Engagement: Untersucht werden Konzepte, Strategien und konkrete Unterstützungsformen, wie sie bürgerschaftliche Akteure der Demenz-Hilfe entwickelt haben.

 

Das Projekt ist am Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft (ISEK) der Universität Zürich angesiedelt und wird durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützt.

Leitung: Prof. Dr. Harm-Peer Zimmermann
Mitarbeiterinnen: Nina Wolf, M.A. und Yelena Wysling, M.A.

 

Weitere Informationen finden Sie unter Forschungsprojekt.

News

  • Kulturen der Sorge. Wie unsere Gesellschaft ein Leben mit Demenz ermöglichen kann. 

    Von Harm-Peer Zimmermann (Hg.)

    Über das Buch:

    Mediale Darstellungen und öffentliche Debatten setzen Demenz meist mit Verlust der Persönlichkeit gleich. Dieser Band zeigt das Gegenteil: Menschen mit Demenz sind selbstverantwortlich handelnde Persönlichkeiten, und sie haben eine Stimme, die gehört werden sollte. Was berichten sie über ihre Erfahrungen und Gefühle? Wie deuten, gestalten und organisieren sie ihren Alltag? Aber auch: Wie reagiert das Umfeld? Welche Netzwerke der Selbsthilfe und Sorge bilden sich infolge einer Demenzdiagnose? Die Beiträger plädieren für eine kulturwissenschaftliche Demenzforschung und erkunden Dimensionen von Demenz mit der Absicht, Lebenslagen von Betroffenen, ihren Angehörigen und ihrer Umgebung zu verbessern.

    Der Sammelband kann über den Campus Verlag erworben werden

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